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WolfVox (GER)
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Beitrag von WolfVox (GER) »

8) ...........ein nicht gelungener

Schwabenstreich :!:

Yoh.
Wenn jedoch der Zufallsfaktor eine so große Rolle dabei spielt, dann nützt auch eine "fast" perfekte Planung nichts :?
"Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit,
... aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten"
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Beitrag von fabian(thedeat) »

sorry das ich das noch mal geschrieben hab
eh wie geht denn das ??? ich kann nur auf "edit" klicken


*ZUSATZEINTRAG* von Fabian : wo ???
mfg
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WolfVox (GER)
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Beitrag von WolfVox (GER) »

Im Moment rein zufällig gefunden und da dies mit dem Wehrmachtsthread doch sehr viel zu tun hat, m.M. nach vollkommen zu Recht hier.

Nachdem die Zitate (zumindest für mich) hier recht anstrengend zu lesen sind, geb ich den Artikel mal komplett wieder.
Direkter Link und dort evtl. besser zu lesen =>http://www.jf-archiv.de/archiv02/232yy22.htm


Zitat:
===============================================================================

© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 23/02 31. Mai 2002


Ergebnis einer jahrelangen Kampagne

Deserteure: Mit der Rehabilitierung der fahnenflüchtigen Wehrmachtssoldaten setzt die Bundesregierung alle anderen deutschen Soldaten in moralisches Unrecht !
Klaus Ulrich Hammel*



Am 17. Mai hat der Bundestag mit der Mehrheit der Regierungsparteien das Änderungsgesetz zum "Gesetz über die Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege" (NS-Aufhebungsgesetz) vom 1. September 1998 beschlossen.
Dieses Gesetz ist ohne Bestätigung des Bundesrates wirksam.

Entgegen sonstiger Gepflogenheiten beim Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit erfolgten die Beratungen im Rechtsausschuß des Parlaments sowie der eigentliche Gesetzgebungsakt ohne größere publizistische Begleitung und Kommentierung. Die Gesetzesänderung ist von großer rechtlicher, rechts- und geschichtspolitischer sowie ethisch-moralischer Tragweite und könnte ernsthafte Konsequenzen für die Auftragserfüllung und das Selbstverständnis gerade von Streitkräften in der Demokratie nach sich ziehen.

Mit der Änderung des NS-Aufhebungsgesetzes von 1998 ist vorläufig das Ende einer Kampagne erreicht worden, die mit der Forderung nach uneingeschränkter Rehabilitierung von Wehrmachts-Deserteuren im Laufe der achtziger Jahre des eben vergangenen Jahrhunderts eingeleitet worden war. Anders als in der Presse dargestellt, werden mit der Änderung des NS-Aufhebungsgesetzes nicht allein 50.000 Urteile gegen Homosexuelle oder angeblich 22.000 Todesurteile gegen Deserteure aufgehoben. Von der Aufhebung betroffen sind über 146.000 Urteile, die seinerzeit von Militärgerichten der Wehrmacht beispielsweise auch wegen Ungehorsam und Gehorsamsverweigerung, tätlichen Angriff gegen Vorgesetzte oder Wachvergehen ausgesprochen wurden. Die Aufhebung betrifft nicht nur Todesurteile, sondern auch Gefängnisstrafen.


Ohne Einzelfallprüfung wird jeder pauschal rehabilitiert

Die Bestrebungen zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile und zur Deklaration der Militärjustiz der Wehrmacht als Bestandteil und Stütze des nationalsozialistischen Unrechtssystems waren generell eingebettet in die Kampagne, die gegen die "Legendenbildung von der sauberen Wehrmacht" geführt wurde. Sie wurde auf breiter Basis mitgetragen von ehemaligen Verurteilten oder deren Angehörigen (es gab ja in der Tat eine nicht unwesentliche Zahl von Verurteilungen, denen ein Unrechtscharakter zuzuordnen war), umfaßte die "Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjustiz" mit ihrem Vorsitzenden, dem ehemaligen Deserteur Ludwig Baumann, kirchliche Organe, vor allem aus dem Bereich der EKD, sowie die mittlerweile bekannten Gruppierungen, denen es ein Anliegen ist, den "verbrecherischen Charakter" der Wehrmacht zu beweisen.
Begleitet und unterstützt wurde diese Kampagne durch eine Medienberichterstattung, die an Parteilichkeit nicht zu überbieten war.

Einen ersten rechtlichen Einbruch stellte das Urteil des Bundessozialgerichts (unter der Mitwirkung der inzwischen bekannten heutigen Bundesrichterin Renate Jäger) vom 11.01.1991 dar, in dem - sinngemäß zitiert - festgestellt wurde, daß Todesurteile der Wehrmachtsjustiz offensichtlich als unrechtmäßig zu bewerten wären und das Verlassen der Truppe rückschauend als Widerstand gegen ein Unrechtssystem anzusehen sei. Dieser Widerstand dürfe von Entschädigungsleistungen nicht ausgeschlossen werden. Bei dem durch die Medien aufgebauten Druck, verstärkt durch die Berichterstattung und die öffentliche Resonanz auf die "Anti-Wehrmachtsausstellung" sahen sich die damaligen Regierungsparteien CDU/CSU und FDP veranlaßt, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Mit Zustimmung der Regierungsparteien verabschiedete der Bundestag am 15.05.1997 eine gemeinsame Entschließung über die "Rehabilitierung und Entschädigung von während des Zweiten Weltkrieges auf Grund der Tatbestände 'Wehrkraftzersetzung', 'Kriegsdienstverweigerung' und 'Fahnenflucht' Verurteilten". Diese Entschließung wurde in einem Erlaß des Bundesfinanzministeriums umgesetzt (17.12.97). Seine maßgebende Passage lautet: "Verurteilungen wegen der Straftatbestände 'Wehrkraftzersetzung', 'Kriegsdienstverweigerung' oder 'Fahnenflucht' waren aus heutiger Sicht bei Anwendung rechtsstaatlicher Wertmaßstäbe Unrecht. Anderes gilt, wenn bei Anlehnung dieser Maßstäbe die der Verurteilung zugrunde liegende Handlung auch heute noch strafbares Unrecht wäre." Ehemaligen Verurteilten oder unmittelbaren Familienangehörigen konnten auf dieser Grundlage auf Antrag eine Entschädigung von 7.500 Mark zugesprochen werden. Natürlich war mit dieser Entschließung nur ein Zwischenschritt erfolgt.
Es ging und geht darum, das gesamte System der Wehrmachtsjustiz als Unrechtssystem darzustellen.

Am 28.05.1998 verabschiedete der Bundestag unter der Regierung der CDU/FDP-Koalition das erwähnte "Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege". Der entscheidende Paragraph dieses Gesetzes legt fest: "Durch dieses Gesetz werden verurteilende strafgerichtliche Entscheidungen, die unter Verstoß gegen elementare Gedanken der Gerechtigkeit nach dem 30. Januar 1933 zur Durchsetzung oder Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Unrechtsregimes aus politischen, militärischen, rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen ergangen sind, aufgehoben." Diese Aufhebung erfolgte allerdings nicht generell, sondern war entsprechend Paragraph 6 des Gesetzes an eine Einzelfallprüfung gebunden, die durch die zuständigen Staatsanwaltschaften vorzunehmen war. Diese Einzelfallprüfung ist nunmehr entfallen, das heißt die eingangs angesprochenen Urteile sind Unrecht gewesen, die seinerzeit Verurteilten sind ohne weitere Verwaltungsakte rehabilitiert. Damit wird die Militärgerichtsbarkeit zwischen 1933 und 1945 endgültig als "willenloses Instrument der nationalsozialistischen Machthaber" eingeordnet.
Seit Jahren wissen wir jedoch, dieses Bild stimmt so nicht. Ebensowenig wie es "den" Deserteur gab, gab es "den" Militärrichter.

Von 1939 bis 1944 (hier endeten die zuverlässigen Erfassungen im Rahmen der Wehrmachtkriminalstatistik) wurden durch Wehrmachtsgerichte 9.731 Todesurteile gegen Soldaten und Wehrmachtsbeamte ausgesprochen.
Etwa ein Drittel davon wurde wegen "bürgerlicher" Verbrechen wie Mord und Vergewaltigung verhängt.
Über 6.000 Todesurteile wurden wegen militärischer Straftaten ausgesprochen, der überwiegende Anteil davon wegen Fahnenflucht.


NS-Widerstand oftmals nur moralisches Etikett

Über den Zeitraum bis zum Kriegsende liegen nur Hochrechnungen vor. Von dieser Statistik werden die exzessiven Schandurteile des Volksgerichtshofes und der Standgerichte nicht erfaßt. Sie lasten auf unserem Namen, können aber nicht der Militärjustiz zugeordnet werden. Ohne Zweifel ist die Rechtsprechung im Dritten Reich durch nationalsozialistische Grundüberzeugungen beeinflußt worden. Der "Sühnecharakter" im Strafrecht hat dabei im Hinblick auf Strafandrohung und Strafbemessung verschärfende Auswirkungen gehabt. Zu welcher Zeit aber wäre die Rechtsprechung völlig unbeeinflußt von "gesellschaftlichen" Auffassungen gewesen? Wie schwierig eine zutreffende Einordnung ist, unterstreicht die Tatsache, daß alle Urteile der Militärgerichte von militärischen Laienrichtern - in der Regel mit zwei Dritteln Stimmehrheit - mit ausgesprochen wurden. Diese Urteile mußten von der Truppe als "gerecht" angenommen werden. Amerikanische Untersuchungen über die Wehrmacht (Shills/Janowitz) haben gezeigt, daß das innere Gefüge der Truppe bis zur Kapitulation intakt geblieben ist.
Bei einem Rechtssystem, das als Unrecht empfunden wurde, wäre dies nicht der Fall gewesen.

Auch Vergleichszahlen von anderen Ländern über Urteile der Wehrgerichte helfen nicht weiter, obwohl die hohe Anzahl von Todesurteilen erschreckt.
In Großbritannien wurden während des Ersten Weltkrieges nach offiziellen Angaben 3.076 Todesurteile wegen militärischer Straftaten verhängt.
In Frankreich wurden im Ersten Weltkrieg über 33.000 offizielle Verurteilungen wegen Fahnenflucht ausgesprochen.
Der Umfang der Todesurteile liegt wegen der kollektiven Erschießungen während der Meutereien von 1917 im Dunkeln.
Beiden Staaten wurde das Prädikat eines Rechtsstaates nicht abgesprochen.

Schließlich das Hauptargument gegen den Unrechtscharakter der Militärjustiz: Der Bundestag hat mit seiner Gesetzesänderung vom 17. Mai 2002 zwar alle Urteile aufgehoben, die wegen eines Verstoßes gegen die Pflichten eines Untergebenen ausgesprochen wurden, nicht jedoch die Urteile, die wegen eines Verstoßes gegen die Pflichten von Vorgesetzten verhängt wurden, wie Mißhandlung eines Untergebenen oder die Anmaßung von Befehls- oder Strafgewalt. Auch die Urteile, die wegen eines bürgerlichen Verbrechens ausgesprochen wurden, haben weiterhin Bestand.
Ebenso wie die Militärjustiz also im einen Fall generell Unrechtsurteile aussprach, hat sie im anderen Fall generell Recht gesprochen!
Die beschlossene Gesetzesänderung ist aus diesem Grund eine Demonstration politischer Willkür.

Bereits das Bundessozialgericht hatte mit dem Urteil von 1991 dem Akt der Fahnenflucht oder Desertion das Werturteil einer Widerstandshandlung verliehen. Hertha Däubler-Gmelin, die heutige Justizministerin, äußerte in einer Bundestagsdebatte dem Sinne nach, wer sich dem Verbrechen des Angriffskrieges entzogen habe und dann wegen Unrechtstaten verurteilt worden sei, sei kein Krimineller, sondern im Recht gewesen.

Mit der Aufhebung der Einzelfallprüfung werden alle betreffenden Militärstraftaten in die Nähe des politischen Widerstandes gegen das nationalsozialistische System gerückt. Zu den aufzuhebenden über 146.000 Urteilen wegen einer militärischen Straftat gehören über 25.000 Urteile wegen Wachvergehen und über 4.200 Urteile wegen eines Angriffs auf Vorgesetzte.
Wer diesen Wehrstraftaten generell einen politischen Hintergrund verleiht, gibt sich eigentlich der Lächerlichkeit preis.
Ohne Zweifel hat es militärische Straftaten gegeben, die aus Widerstandsabsichten oder der Gegnerschaft zum Nationalsozialismus begangen wurden.
Eine zutreffende Beurteilung könnte nur aus einer Einzelfallüberprüfung der jeweiligen Motivlage abgeleitet werden.

Wegen Fahnenflucht wurden zwischen 1939 und 1944 beinahe 10.100 Urteile ausgesprochen. Bei den Beweggründen läßt sich auf Grund der ermittelten Tatumstände der einzelnen Fälle nur selten ein politischer Hintergrund erkennen. Dabei ist zu bedenken, daß bei den Verhandlungen vor den Militärgerichten es sicherlich nicht ratsam war, sich zur Gegnerschaft zum Nationalsozialismus zu bekennen. Ein zuverlässiges Bild bieten die Befragungen, die durch entsprechende Behörden der Schweiz und Schwedens mit deutschen Deserteuren durchgeführt wurden, die zwischen 1939 und 1945 in diese Länder geflüchtet waren. Hier wäre es dagegen opportun gewesen, politische Beweggründe als Auslöser zur Fahnenflucht anzugeben. Dem Bundesarchiv in Bern liegen 501 Befragungsprotokolle des Schweizer Sicherheitsdienstes vor. Unter 478 Motivangaben wurde lediglich in 70 Fällen "Opposition gegen den Nationalsozialismus" als Auslöser zur Desertion genannt.
Aus Angaben, die aus norwegischen und schwedischen Untersuchungen bekannt sind, kann man davon ausgehen, daß nur bei maximal zehn Prozent politische Beweggründe, also Gegnerschaft zum Nationalsozialismus, das Motiv waren.


Die Ehrung des Deserteurs setzt die Soldaten ins Unrecht

Die Verwerflichkeit liegt dabei weniger in der unmittelbaren Gefährdung der eigenen Gruppe oder Besatzung - dies wird in der Diskussion häufig unangemessen hochgespielt - sondern im Verlassen der einem gefährlichen oder niederdrückenden Schicksal ausgesetzten militärischen Gemeinschaft, dem Verstoß gegen das militärische Ethos, gerade in Not und Gefahr zusammenzuhalten und gegen die Forderung, einer müsse sich auf den anderen verlassen können. Fahnenflucht, das treffendere Wort als Desertion, bedeutet, diese Grundsätze wegen des erwarteten persönlichen Vorteils aufzugeben. Offensichtlich haben die Deserteure nach dem Krieg ihr Handeln selbst als fragwürdig empfunden - würden sie sonst versuchen, diesem Verhalten ein moralisches Etikett, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, umzuhängen?

Mit dieser Frage kommen wir auf die Motivlage der jahrzehntelang geführten Kampagne zurück, zudem sind die Folgerungen zu beurteilen, die sich aus dem nunmehr festgeschriebenen Sachstand ergeben können. Nach dem Inkrafttreten des NS-Aufhebungsgesetzes im Jahre 1998 gab es zwei nebeneinander stehende Rehabilitierungsmöglichkeiten bei den so bezeichneten Unrechtsurteilen. Einmal die Aufhebung der Urteile über Wehrkraftzersetzung, Kriegsdienstverweigerung und Fahnenflucht auf der Grundlage der Bundestagsentschließung/Erlaß des Bundesfinanzministers von 1997 verbunden mit der Entschädigung von 7.500 Mark, sowie die Aufhebung aller Urteile, die zur "Durchsetzung oder Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Unrechtssystems (...) ergangen (waren)" auf der Grundlage des Paragraph 1 des NS-Aufhebungsgesetzes.
Letztere bedeutete eine ausschließlich ethisch-moralische Rehabilitierung.

Es ist interessant festzustellen, daß bis zum 21. März 2002 2.980 Anträge zur Rehabilitierung/Entschädigung nach der Bundestagsentschließung von 1997 gestellt worden sind, von denen 2.170 Anträge abgelehnt werden mußten. Mit anderen Worten: Bei mehr als zwei Dritteln aller Anträge konnte kein Nachweis geführt werden, der eine Rehabilitierung oder Entschädigung rechtfertigte. Bemerkenswerter noch ist ein anderer Vergleich.
Auf den September 2000 bezogen standen den über 2000 Anträgen auf Rehabilitierung/Entschädigung entsprechend der Bundestagsentschließung lediglich 51 Anträge nach Paragraph 6 des NS-Aufhebungsgesetzes gegenüber.

===========================>
Dieser Sachverhalt würde im Gegensatz zur Vermutung stehen, ehemalige Militärstraftäter, insbesondere Deserteure, versuchten ihr egoistisches, gegen das soldatische Ethos gerichtete Verhalten mit einem moralischen Beweggrund zu kaschieren. Mit Sicherheit sind Galionsfiguren wie Ludwig Baumann daran interessiert, als Widerstandskämpfer anerkannt zu werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegen jedoch die Motive auf einer anderen Ebene. Seit einigen Jahren immer stärker werdend, behaupten Vertreter der Kampagne "verbrecherische Wehrmacht", auf tatsächliche Völkerrechtsverstöße oder Verstöße gegen das innerstaatliche Recht komme es gar nicht an. Selbst wer anständig und unter Beachtung der allgemeinen Gesetze und der Gesetze und Gebräuche des Krieges kämpfte, habe verbrecherische Handlungen begangen, da er sich am verbrecherischen Krieg des Nationalsozialismus beteiligte. Die Konsequenz hieße: Wenn es allein ein Verbrechen war, an H. Kriegen mitzuwirken, ungeachtet der Motivlage und der tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten in der gegebenen Lage, dann kann das Gegenteil davon, der Verstoß gegen militärische Gesetze, nur eine ehrenwerte Handlung gewesen sein.
Ziel der beschriebenen Kampagne ist es, beides im Bewußtsein der Deutschen zu verankern.

Damit ist aber die von den maßgebenden Parteien im Bundestag vertretene Auffassung, die Rehabilitierung ehemaliger Militärstraftäter richte sich nicht gegen die Soldaten, die bis zum Ende des Krieges weiter kämpften und ihre Pflicht erfüllten, so wie sie es sahen, nicht mehr als eine faule Ausrede.
Der Wortführer der Grünen, Volker Beck, hat mehrfach erklärt, wer sich der Beteiligung an H. Krieg entzogen habe, habe richtig gehandelt.
Seine Verurteilung könne niemals Recht sein.

Wir haben den Weg eingeschlagen, im Zusammenhang mit dem Geschehen des Nationalsozialismus durch eine Form übersteigerter moralischer Entrüstung - die wir im übrigen bei den Anforderungen der Gegenwart auf die Seite schieben - eine Sinnumdeutung von Werten vorzunehmen und dabei Gehorsam und Pflichterfüllung als verwerflich und als Unrecht zu kategorisieren.
<===========================

Eine weitere Folge ist: Paragraph 16 des Wehrstrafgesetzes der Bundesrepublik Deutschland droht bei Fahnenflucht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren an. Andere Militärstraftaten, wie Un-gehorsam und Bedrohung eines Vorgesetzten, aber auch gegen die Pflichten von Vorgesetzten, wie Mißbrauch der Befehlsbefugnis, liegen unter Strafandrohung.
Die Strafbedingungen des Wehrstrafgesetzes "fußen in ihrem rechtlichen Kern auf dem Militärstrafrecht, wie es vom Kaiserreich über die Weimarer Demokratie bis in das Dritte Reich gegolten hat." Und wie sie auch in allen Armeen der Welt Grundlage des Rechtssystems sind.



*Klaus Ulrich Hammel, Oberst im Generalstab a.D., zuletzt Chef des Stabes Wehrbereichskommando IV/ 1. Gebirgsjägerdivision lebt als freier Publizist in München.

===============================================================================
Zitat Ende.




Allein der (Ab-)Satz: "Die Ehrung des Deserteurs setzt die Soldaten ins Unrecht" reicht (zumindest mir) schon.
Dann noch zu wissen, dass in Deutschland "fast" keine Soldatengräber des WKII (mehr) zu finden sind, ist der passende Topf unter diesem Deckel.

Mir hats wirklich die Sprache verschlagen, als ich den Text komplett gelesen und verstanden habe ...und das soll was heißen.
Wundern braucht sich irgend wann einmal niemand mehr was aus Deutschland geworden ist, wenn man SO seine Vergangenheit "vergräbt" :shock:

Ohne sonstigen Kommentare meinerseits dazu ...zumindest aber innerhalb dieses Postings !


==========
==========


*Edit*
Apropos deutsche Soldatengräber...

"Exekution von 18 deutschen Kriegsgefangenen" nach fast 60(!) Jahren bekannt geworden, weil einer (doch noch) sein Schweigen gebrochen hat.
Da es aber (scheinbar) "nur" ein Racheakt von französischen Résistance-Kämpfern war...

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... %2C00.html
Siehe dort die 2 Video-Beiträge: "Erschossene Wehrmachtssoldaten finden letzte Ruhe" und "Trauerfeier für die Opfer der Wehrmacht"
Wehrmachtssoldaten beigesetzt

Bild
Deutsche Soldaten in der Gironde beigesetzt


Fast sechs Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Frankreich die sterblichen Überreste von 18 deutschen Soldaten feierlich bestattet worden. An der Zeremonie auf einem Soldatenfriedhof in Berneuil nahe der Gironde-Mündung nahmen am Volkstrauertag rund 200 Menschen teil, darunter die deutsche Generalkonsulin in Bordeaux, Gudrun Lücke-Hogaust.

Große Aufmerksamkeit fand das Ereignis vor allem deshalb, weil erst vor wenigen Wochen ein Racheakt der französischen Résistance-Kämpfer an den gefangenen Wehrmachtssoldaten vollständig aufgeklärt worden war: Die Gebeine von 17 der 18 Soldaten waren nach 60 Jahren des Schweigens in Saint-Julien-de-Crempse östlich von Bordeaux geborgen worden, nachdem ein Dorfbewohner das Schweigen gebrochen hatte.

Emile Guet hatte die Exekution der Kriegsgefangenen als Messdiener miterlebt und deckte nun die zurückliegenden Ereignisse auf. Demnach waren die deutschen Soldaten einer Fernmeldeeinheit im Herbst 1944 von französischen Widerstandskämpfern erschossen worden, um Rache für die Ermordung von 17 Dorfbewohnern durch andere deutsche Armeeeinheiten zu üben.

Der 82-jährige Guet legte symbolisch gemeinsam mit dem ehemaligen deutschen Soldaten Horst Dietrich ein Bukett am Denkmal des Friedhofs als Zeichen der dauerhaften Aussöhnung nieder.


Stand: 16.11.2003 23:37 Uhr
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Beitrag von No Mercy »

WolfVox hat mal wieder einen kurzen Post abgegeben---- 8) .

... ausserdem seinen Lieblingsthread rausgekramt---hehe.
Apropos deutsche Soldatengräber...

"Exekution von 18 deutschen Kriegsgefangenen" nach fast 60(!) Jahren bekannt geworden, weil einer (doch noch) sein Schweigen gebrochen hat.
Da es aber (scheinbar) "nur" ein Racheakt von französischen Résistance-Kämpfern war...
Mein Respekt gilt in dem Fall den Personen die diesen Vorgang öffentlich gemacht haben. Das ist gerade in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich (dem Franzosen hätten sie besser das Bundesverdienstkreuz verliehen, als dem *zensiert* von der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht".
Mein Motto: Show no mercy

Wissenschaft appelliert an die Intelligenz, Religion an die Dummheit.

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Beitrag von WolfVox (GER) »

Mein Respekt gilt in dem Fall den Personen die diesen Vorgang öffentlich gemacht haben(...)
Schau dir mal hinter dem obigen Link die 2 Video-Beiträge, die "beide" wohl auch in der ARD gesendet wurden, zu diesem Vorfall an.
Darin wird u.a. auch "eine" Person interviewt, die damals bei dem "Massaker an den Kriegsgefangenen" selbst Augenzeuge war.
Nicht unwichtig dabei ist, dass der Résistance-Anführer (damals) sein Wort gab, dass den sich "ergebenen Fernmeldesoldaten" nichts passieren wird.
Ein paar der damaligen "Täter"(?) stehen wohl auch bei der Zeremonie hinter dem "schlechten Gewissen" als das Interview lief...
(...)Das ist gerade in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich (dem Franzosen hätten sie besser das Bundesverdienstkreuz verliehen, als dem *zensiert* von der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht".
Völlig korrekt, das sehe ich genau so.
Beliebt hat er sich damit im Dorf allerdings auch nicht / weniger gemacht, den Vorfall nicht mehr länger verschweigen zu wollen / zu können.



Zum Thema: "Bundesverdienstkreuz" und Verleihung an *zensiert* nur so viel:
Siehe "auch" in meinem darüber zitierten Text, wo m.M. nach auch völlig zu Recht von einer "Anti-Wehrmachtsausstellung" die Rede ist.
Nicht zu vergessen den Buch-Autor Friedrich-"Der Brand", der die "Anti-"Bezeichnung ebenfalls so empfindet (Zitat s. Feb 02, 2004 3:22 am.)

Das Buch von "Jörg Friedrich - Der Brand" und Lesermeinungen dazu hier:
http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/sto ... 51-0912837
Evtl. auch interessant, sicher aber nicht unpassend zu diesem Thread hier: "Rudolf Graf Czernin - Das Ende der Tabus"
http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/sto ... 51-0912837


Womit wir wieder auf dem Weg des ursprünglichen Thread-Themas angekommen wären ! :wink:
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Beitrag von WolfVox (GER) »

Apropos "Unbekanntes" während des WKII...

Bild
Internierung von deutsch-, italienisch- und japanisch-stämmigen "amerikanischen" Zivilisten
- Männer, Frauen und auch Kinder - während des II.Weltkrieges in den USA.
=>http://www.foitimes.com/internment/
http://www.foitimes.com/internment/Facesplaces.htm

Übersicht der Camps: http://www.foitimes.com/internment/small.html
Eines davon (+ das obige Bild) in Crystal-City: http://www.foitimes.com/internment/cc_tx.htm

Hintergrundinformationen (aktuell bis 2/2003!) dazu in englischer Sprache:
http://www.foitimes.com/internment/gasummary.htm
Aftermath
Internees and excludees return home to suspicious communities, some have been interned 6-7 years.
Children do not remember life without barbed wire. Homes and livelihoods are lost. Reputations destroyed.
No safety net protects them. They confront feelings of confusion, anger, resentment, bitterness, guilt and shame.
They try to understand what happened and repair broken lives. The experience scarred families forever.
Those exchanged to Germany struggled to survive in the extremely difficult postwar years.
Some exchangees returned to the US years later.
Frequently, American-born children left their families behind in order to do so. Many never were allowed to return.
Others, embittered by what they perceived as America's betrayal, never wanted to come back(...)

*Nachtrag*
Auf die Geschichte bin ich "eher" zufällig gestoßen, als ich
über die Historie des Ortes (Hohen-)Asperg recherchiert habe.
Hier =>http://www.asperg.de/de/h-berg/h-berg_2.htm
Schwaben dürfte der "höchste Berg Deutschlands", oder auch
"Demokratenbuckel", sicher gleich ein Begriff sein :wink:
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Beitrag von No Mercy »

Öhm ... das der Thread heute wieder hochgerutscht ist hat wohl nix mit dem Besuch des Bundeskanzlers in Polen zu tun (Gedenkfeier "Warschauer Aufstand 1944")? Viel habe ich bei dem Bericht dazu nicht gelernt (man hat ja selber gewisse Vorbildung---:roll:) ... ausser das Deutschland das Tätervolk war:
Nachdrücklich wandte sich der Kanzler gegen eine Umdeutung der Geschichte in Deutschland. "Wir Deutschen wissen sehr wohl, wer den Krieg angefangen hat, und wer seine ersten Opfer waren. Deshalb darf es heute keinen Raum mehr geben für Restitutionsansprüche aus Deutschland, die die Geschichte auf den Kopf stellen."
http://www.n-tv.de/5369582.html


"Zufälligerweise" gab es heute auch einen Bericht über das Richtfest des Bauwerkes zur "Erinnerung für den Holocaust" in Berlin. Immerhin weis ich jetzt "wieder" wo 28.000.000 Euro verbaut werden.
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Beitrag von Georg »

Hartz IV wird viele Deutsche die keinen Job haben oder in der
näheren Zukunft verlieren werden in die Armut und Hoffnungslosigkeit
treiben und hier werden mir nix dir nix Millionenbeträge für
Denkmäler oder Entschädigungszahlungen locker gemacht und
keiner verliert auch nur irgendein Wort darüber.

Gleichzeitig fährt Schröder nach Warschau um sich zum
zigtausentstenmal zu entschuldigen und verspricht den Polen
gleichzeitig Hilfe im Kampf gegen deutsche Entschädigungszahlungen.
Desweiteren spricht er sich klar gegen ein Vertriebenzentrum in Berlin
aus, denn das wäre seiner Ansicht nach eine Beleidigung und
Erniedrigung für die Polen.
Das muss man sich doch echt mal vor Augen halten, das ist doch ein Wahnsinn was in diesem Land abläuft und was
sich die Leute alles gefallen lassen bzw. lassen müssen, oder ist es
bei den meisten schon Resignation bzw. Gleichgültigkeit.

Wir werden es noch erleben was einige bekannte
Gesellschaftsforscher vor einiger Zeit geschrieben haben, dass
wir in Deutschland in spätestens 10 Jahren die ersten Unruhen
erleben werden. Und wer ist daran Schuld?

Natürlich nicht diese Herrschaften die den Karren in den
Dreck gefahren haben den die sitzen dann wahrscheinlich
irgendwo im Ausland und Leben von ihren fetten Bezügen.

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Beitrag von WolfVox (GER) »

Öhm ... das der Thread heute wieder hochgerutscht ist hat wohl nix mit dem Besuch des Bundeskanzlers in Polen zu tun(...)
Nun ..."eigentlich" wollte ich den einen oder anderen Link zum Warschauer Aufstand 44 hier reinsetzen...
Leider waren jedoch, ausser völlig einseitigen Links zum Thema / fehlenden Hintergrundinformationen,
zumindest auf deutschsprachigen Seiten, NICHTS verwertbares zu finden.
Wenig verwunderlich, da ich ja öfter mal in dieser Richtung im deutschsprachigen Netz auf Info-Suche bin.
Es könnte aber auch mal jemand ein Buch darüber schreiben: Im Westen äääh AUF .DE "NICHTS" NEUES :(

Apropos...
(...)"Wir Deutschen wissen sehr wohl, wer den Krieg angefangen hat, und wer seine ersten Opfer waren.(...)
Auf welcher (Baum-)Schule hat denn unser Kanzler eigentlich mal den Geschichtsunterricht verpennt
und kennt deshalb so genau die ERSTEN OPFER im Jahr 1939 (einzig ab Kriegsbeginn) IN POLEN ?
Für so einen Kanzler und dessen Geschichtskenntnisse, aus einem typisch deutschen Geschichtsbuch,
würde sich ein anderes Volk in Grund-und-Boden schämen - da bin ich völlig sicher.

---

Wikipedia hat auch ein paar - "leicht gefärbte" - Hintergrund-Infos und Zahlen zum Warschauer Aufstand:
=> http://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Aufstand
Bild
Die "Ausstattung" dieses Kämpfers der polnischen Heimatarmee, sagt auch ohne Worte einiges aus...
http://portale.web.de/Schlagzeilen/Pole ... id=5204988

---

Gefunden habe ich dann doch noch etwas und zwar ein hoch interessantes Interview mit einem
Überlebenden der polnischen Heimatarmee, welches 2003 geführt wurde:
Kein Mitleid für Deutschen - interview über Reaktionen an Zentrum für Vertriebenen in Polen
http://www.de.indymedia.org/2003/09/60892.shtml

Ich denke, Äusserungen wie: Die Deutschen hatten den Marshallplan und durften Mercedes fahren,
(und unausgesprochen) wir Polen waren dagegen Jahrzehnte-lang unter dem Kommunistischen Joch
und DAFÜR sollen die Deutschen HEUTE bezahlen, sagen wohl einiges über
die aktuell gültige Volkesmeinung und Mentalität über die Deutschen im heutigen Polen aus.

=> Ein gut gemeinter Rat an alle Polen, die ähnlich darüber denken:
Beschwert euch bei eurer damaligen Regierung / bei der EX-UDSSR,
dass nach der Befreiung von der Nazi-Diktatur, diese "nur" gegen eine andere Dikatur getauscht wurde.
Hinweis dazu: Die westlichen Alliierten haben den Polen nicht nur 1939 gegen die damalige UDSSR
NICHT beigestanden, sondern auch in der Zeit von 1944 bis 1989.
Soll für die Alliierten Zusagen an Polen etwa Deutschland HEUTE dafür bezahlen ?
Aber hallo...

=> Rat# 2: Ewig Gestrige gibt es auch in Deutschland noch viel-zu-viele !
Mögen diese ihre ewige Ruhe dort finden, wohin auch die Geschichtsbücher in denen solch Einseitigkeiten stehen
und auch nur gehören: Einzig auf den (Propaganda-)Müllhaufen der Geschichte !!!

Gut gemeinter Tipp: Falls in Deutschland auch mal die andere Seite des WKII ans Tageslicht / zur Diskussion ansteht,
würde ich als Pole aber heute schon dafür sorgen, das einige Geschehnisse / militärischen OP-Pläne,
es reicht schon das Jahr 1939 bis September aus, aber noch ganz schnell und spurlos für immer vernichtet wollen.


Die heutige Generation (egal wo) hat mit dem (WKII-)Krieg seiner Väter / Großväter so viel zu tun / gemeinsam,
wie der Homo Sapiens mit irgend-einem Dinosaurier - nämlich überhaupt nichts.
Beide sind einzig Teil einer längst vergangenen Geschichte.

Buch-Tipp: Der Kult mit der Schuld
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... 51-0912837

Ihr, die ihr jedoch ständig von "alten unbezahlten Rechnungen" schwadroniert
und von deren Nachkommen Denkmäler, Sühne oder gar finanzielle Entschädigung für Taten ihrer Vorfahren in Kriegszeiten fordert,
oder gleich das gesamte Volk auch in 100 Jahren noch (dafür) leiden sehen wollt,
gehört in die Steinzeit gescho... ge-beamt, da hier sicher kein Platz für euch in einer modernen Staatengemeinschaft ist,
wo es gültige Verträge und zukünftig auch nur eine friedliche Koexistenz unter gleichberechtigte Partnern / Nachbarn geben kann.

---

Apropos Entschädigung für (polnische) Teilnehmer am Warschauer Aufstand 1944:
=>http://www.stiftung-evz.de/besreg/warsch_aufst.html

Ewig-gestriges-Gelaber und eine einzige Heuchelei dafür hier:
=>http://www.welt.de/data/2004/07/21/308023.html

Für die MILLIONEN von und (vor allem) nach dem Krieg von Vertriebenen und
dabei getötete (vor allem deutsche) Zivilisten, erinnert bis heute weder ein Denkmal,
noch kann, wird oder ist an ein (gemeinsames - für JEDE Nation / davon Betroffene)
Vertriebenen-Zentrum in naher oder ferner Zukunft auch nur "gemeinsam" darüber nachgedacht worden.

Warum wohl nicht ?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es darauf nur eine Antwort geben kann:
Wenn eine Nation sich selbst nicht immer wie die Heiligen verhalten oder AUCH Täter hatte,
dann kann sich diese in jener Opfer-Rolle eigentlich auch nur am wohlsten fühlen
und scheut deshalb wohl auch zu recht, jegliche Aufklärung ALLER Ereignisse der Vergangenheit,
in der er / seine Nation bei jeglichem Thema (womöglich) selbst nicht völlig frei von Schuld war.

Siehe dazu auch: Schwarzbuch der Vertreibung 1945 bis 1948
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... 51-0912837


***
Sicher keine gegenseitige Schuldaufrechnung, sondern einzig die "nackte" bewiesene und komplette Wahrheit,
nicht nur vor, während und NACH dem WKII, würde in jedem Fall einem "ewigen Täter- und Sühnevolk Deutschland"
(zumindest bei uns) AUCH in den Geschichtsbüchern, wohl ein relativ schnelles Ende setzen.
***

So lange aber bei DEN Verantwortlichen das Thema "OBJEKTIVE Aufklärung" in Deutschland unerwünscht ist
und sich manch einer mit seinen Aussagen / Verhalten sogar noch einen Platz in (unseren) Geschichtsbüchern damit sichert,
wird sich an den Beziehungen zu anderen Staaten - im Speziellen: Tschechien, Polen und Israel -
abgesehen von Entschuldigungen, Denkmälern und Milliarden-Zahlungen, sicher nicht viel, oder auch überhaupt nichts ändern.




*Nachtrag*
Sorry - jetzt ist (ungewollt) doch wieder eine "halber Roman" daraus geworden :?
Aber da es zum (eigentlichen Thread-)Thema wohl öfter mal aktuelle Verbindungen zu geben scheint...


***


@Georg
So lange sich Deutsche lieber untereinander fetzten, als gegen eine völlig einseitige Geschichtsschreibung wehren,
wird sich an dem Zustand "Tätervolk" auch zukünft wohl nichts ändern.
Unruhen deshalb oder weil es vielen von uns schlecht-er geht ?
Da sich früher schon niemand für die Ausgestossenen unserer Gesellschaft (Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose etc.)
interessiert hat (ganz im Gegenteil) warum sollte sich nach dem (assozialen!) HARTZ IV-Hammer etwas positiv ändern ?

Die Unterschicht ist bei uns schon lange durch den sozialen Rost gefallen.
Ab 2005 steht dann der Mittelstand vor dem Altar als Opfer bereit.
Bei der Oberschicht ist eh nichts zu holen, da diese "größtenteils" ihre Gage schon lange ins Ausland transferiert,
oder niemals auf dem Arbeits- oder Sozialamt erscheinen müss(t)en.
Oder als Konzern, nur noch Verluste abschreiben um keine Steuern mehr für die Gemeinschaft beitragen zu müssen.

So gesehen, blieben dann nur noch die Beamten übrig, die aber "leider" nur wenig bis überhaupt nichts einzahlen,
aber dafür überportional aus der Steuersäckel heraus holen - oder so lange in Amt-und-Würde - sinnlos verpulvern.


Ich glaube, wenn für Morgen eine Revolution / Unruhen gegen die sozialen Misstände in Deutschland geplant wäre,
hätte über die Hälfte kein Interesse (da nicht betroffen), 25% keine Zeit / Lust und der Rest würde es für sinnlos halten.
Manch einer hat wohl nur noch nicht begriffen, dass er im selben Boot(=Deutschland) sitzt
und es ihm alleine deshalb nicht egal sein kann, wenn dieses auf Kollissions-Kurs fährt / bereits zu sinken droht,
da er früher-oder-später ebenfalls damit untergeht.

Hauptsache die Wirtschaft blüht, zwar ohne neue Arbeitsplätze, aber diese gibts ja in Massen im benachbarten Ausland.
Dafür bringt man (in Berlin) schnell noch das einen oder andere Steuer- oder Abgabengesetz auf den Weg, und
beschwert sich danach über die schlechte finanzielle Lage der Nation und diskutiert weiter über den (Abgaben-)Kurs.
...damit das Schiff nur noch schneller in den (Un-)Tiefen versinkt.


So funktioniert (nur) ein Volk ohne Nationalstolz und Zusammengehörigkeitsgefühl ...und nicht anderst - leider :(
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... aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten"
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Tja

Beitrag von No Mercy »

... Politisch wollte die Führung der AK, die wiederum der polnischen Exilregierung in London unterstand, die polnische Hauptstadt aus eigener Kraft befreien und sie selbst zu kontrollieren, noch bevor die Roten Armee eintraf, welche Anfang/Mitte September bereits die rechte Weichselseite Warschaus besetzt hatte, um einer befürchteten späteren sowjetischen Dominanz vorzubeugen.

Geplant war, handstreichartig möglichst große Teile der Stadt unter Kontrolle zu bringen, diese 3-4 Tage zu halten und anschließend die vorrückende Rote Armee in Vertretung der legitimen polnischen Regierung in der Hauptstadt zu empfangen. ...


... Die Mannstärke der AK belief sich unmittelbar vor Ausbruch des Aufstandes auf ca. 50.000 Mann im Raum Warschau, von denen aber nur ein sehr kleiner Teil bewaffnet war. Hinzu kamen noch die Kämpfer anderer Widerstandorganistionen wie der Armia Ludowa (dt. Volksarmee, Abk. AL), des miltärischen Armes der polnischen KP, die sich bald nach Ausbruch des Aufstandes den Kämpfenden anschlossen. Zusammen hatten diese kleineren Organisationen noch einmal ca. 2500 Mann, ebenfalls schlecht bewaffnet. Die deutsche Garnison verfügte zur selben Zeit über etwa 20.000 Mann (Mitte September 50.000), allesamt schwer bewaffnet, und führte schnell große Verstärkungen heran, wobei massiv Artillerie, Panzer und Kampfflugzeuge zum Einsatz kamen.

Am 2. Oktober 1944, 64 Tage nach Aussbruch des Aufstandes, kapitulierte das Oberkommando der AK vor den Deutschen.
Was lerne ich daraus? Man wollte in Polen sein eigenes "Süppchen" kochen (die Russen als freie Regierung zu empfangen) und ist damit voll auf die Schnauze gefallen (lapidar ausgedrückt).

Die deutschen Verbände hätten ganz andere Sorgen gehabt als Warschau anzugreifen und ihre Einheiten zu verheizen. Die Verteidigung gegen die Rote Armee hätte Vorrang vor allen anderen Belangen gehabt.

Welche Reaktion hatten die Aufständigen denn von der deutschen Seite erwartet???? Sie hatten seit 1939 die deutsche Kriegsführung selber erlebt. Die Reaktion der deutschen Armee war vorauszusehen (vor allem für die Polen).

Für mich steht fest:

1. Den Russen war Polen + die Aufständigen total egal. Die haben extra so lange mit ihrem Angriff auf Deutschland gewartet bis der Warschauer Aufstand niedergeschlagen war (die Info kann man in jedem brauchbaren Geschichtsbuch nachlesen). Die wollten nicht von einer freien polnischen Regierung empfangen werden.

2. Bei der Masse an Aufständigen musste die deutsche Heeresleitung reagieren und ein Exempel statuieren. Weitere grosse Aufstände hätte man sich nicht leisten können (die Truppen wurden ja an der Front gegen Russland gebraucht).

3. Man vermittelt heute fast den Eindruck, als ob deutsche Verbände Warschau angegriffen hätten ... dies haben sie natürlich, aber erst nachdem beim Aufstand hunderte eigener Soldaten ums Leben gekommen waren.

Fakt ist für mich ... die vielen Toten des Aufstandes haben nicht nur die deutschen Verbände zu verantworten. Es hätte keine Vergeltungsaktionen etc. von deutscher Seite gegeben (zumindest nicht im grossen Stil ... vereinzelte Aktionen gab es ja häufig). Sie haben mit dem Feuer (deutsche Armee) gespielt und waren der Sache nicht gewachsen (und wurden von den Russen im Stich gelassen). Reaktionen lösen Gegenreaktionen aus .... das diese von deutscher Seite heftig waren (wie schon einmal erwähnt) war den Polen mehr als bekannt.
Die Verluste der Aufständischen betrugen ungefähr:

10.000 Tote
7.000 Vermisste
25.000 Verwundete
16.000 Gefangene

Auf deutscher Seite:

2.000 Tote
6.000 Vermisste
9.000 Verwundete
600 Zerstörte Panzer, Panzerwagen und Sturmgeschütze.
Die Verluste hätten sich die deutschen Verbände sicherlich gerne erspart (vor allem da die Rote Armee am anderen Ufer stand). Dieses Schlachtfeld kann man -ideologisch neutral betrachtet- nicht den deutschen Einheiten in die Schuhe schieben.
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WolfVox (GER)
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Beitrag von WolfVox (GER) »

Wenn man heute Zugriff auf Archive in-und-um den Warschauer Aufstand zur Verfügung hätte,
bin ich mir völlig sicher, dass das eine oder andere Argument von >No Mercy< nicht nur bestätigt würde,
sondern der gesamten Aufstand wie dieser heute dargestellt wird und nicht nur von polnischer Seite
seinem eigenen Volk verkauft wird, in einem völlig anderen Licht erscheinen würde.


Wenn man nur die erstaunlich hohe Zahl der zivilen Verluste von 180 - über 200.000 zur Diskussion stellt,
wird mit keinem Wort dabei erwähnt, um wieviele Polen, Deutsche oder andere Opfer es sich dabei genau handelt

und durch wen oder was diese genau umkamen.

Nein, es wird sogar der Eindruck erweckt, dass die Deutschen, beim Verhältnis zu den Opfern der beteiligten Truppen,
doch völlig wahllos - wenn nicht sogar gezielt - die Zivilbevölkerung (scheinbar) regelrecht abgeschlachtet haben.

Was lerne ich daraus? Man wollte in Polen sein eigenes "Süppchen" kochen (die Russen als freie Regierung zu empfangen) und ist damit voll auf die Schnauze gefallen (lapidar ausgedrückt)
Nicht nur hierbei haben die Polen die Situation völlig falsch eingeschätzt, sondern bereits zu Beginn des WKII.,
als die Engländer den Beistands-Pakt mit Polen einzig unter der Bedingung unterschrieben haben,
dass POLEN einem Angriff des Deutschen Reichs zuvorkommen sollte, welche von diesen gern bestätigt wurde.

Polens damaliger Staatschef Rydz Smigly lies für sich - in völliger Unkenntnis der militärischen Lage / Stärke -
bereits im MÄRZ(!) 1939 ein Öl-Bild von seinem triumphalen Einmarsch durch das Brandenburger Tor anfertigen.
=> Ich habe zwar genau diese Bild auf meinem PC, jedoch leider keine Möglichkeit dieses hier zu verlinken.
Ich werde das Bild aber bestimmt noch im I-Net finden und anschließend hier nachreichen.
"Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte...

Rydz-Smigly
Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag
vor polnischen Offizieren, Sommer 1939
Siehe dazu auch die Teil- oder Mobilmachung der polnischen Truppen am 28. März und 30. August 1939.

---


(etwas lückenhafte...) Chronologie deutsch polnischer Geschichte
http://www.eastside2000.com/polen/polen_history.htm
Interessant sind jedoch die Ereignisse zwischen WKI und II in Polen.

"Bundespräsident Rau, die Linke und die Vertriebenen":
http://333200000069-28.bei.t-online.de/21wh-rau.htm
=> Ins Detail geht es vor allem ab "(*15)=" ca. in der Mitte.
"Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler
Prof. Grimm: 'Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen. Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir
werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern, bis niemand mehr ein gutes Wort von den
Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt
haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht
ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger
Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung
(Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit,
und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.'
...und:
"Martin Allen hat die Akten des britischen Aussenministeriums im britischen Staatsarchiv ausgewertet. Sehr gut und
aufschlußreich das Buch: 'Lieber Herr H.' (1986). Allen hat nicht die Heß-Akten selbst, welche ja noch bis zum
Jahre 2017 verschlossen sind (sic!), ausgewertet, sondern die Unterlagen des britischen Außenministeriums, die
allesamt im britischen Staatsarchiv lagern. Der britische Geheimdienst hat die Archive sehr sorgfältig von allem
'Unschönen' gesäubert. Daß Allen es trotzdem geschafft hat, ist ein großes Verdienst um Europa - außer natürlich
Deutschland.
---

Zum eigentlichen Thread-Thema ("Verbrechen der Wehrmacht..."), habe ich auch noch 4 Links gefunden:
http://333200000069-3.bei.t-online.de/13wh-weh.htm
http://333200000069-28.bei.t-online.de/14wh-weh.htm
http://333200000069-3.bei.t-online.de/20wh-weh.htm
http://333200000069-28.bei.t-online.de/21wh-weh.htm

Briefe dazu:
http://333200000069-28.bei.t-online.de/14wh-bri.htm
Zur ewigen Vergangenheits-Bewältigungsdiskussionen hier der Redeausschnitt
eines Vernünftigen: des estnischen Staatspräsidenten Meri zum Tag der
Einheit am 3.10.95:

"Ich frage mich, warum zeigen die Deutschen so wenig Respekt vor sich
selbst? Deutschland ist eine Art 'Canossa Republik' geworden, eine Republik
der Reue. Aber wenn man die Moral zur Schau stellt, riskiert man, nicht sehr
ernst genommen zu werden. Als Nichtdeutscher erlaube ich mir die Bemerkung,
man kann einem Volk nicht trauen, das sich rund um die Uhr in
intellektueller Selbstverachtung übt. Diese Haltung wirkt auf mich wie ein
Ritual, eine Pflichtübung, die sich überflüssig und sogar respektlos
gegenüber unserem gemeinsamen Europa darstellt".
"Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit,
... aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten"
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Beitrag von No Mercy »

@WolfVox: Versuche nicht immer Tonnen von Informationen in einen Post hineinzupacken. Die Sachen müssen ja auch noch verarbeitet bzw. nachgelesen werden.

Bei zu vielen Infos werden irgendwann Zeilen einfach übersprungen bzw. nicht mehr gelesen.

Davon abgesehen sind wieder ein paar gute Links dabei, wobei der Link (dem die letzten 2 Zitate entnommen wurden) nicht ganz neutral zu sein scheint (was aber nicht bedeutet das die Daten deswegen nicht brauchbar wären).
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Beitrag von WolfVox (GER) »

@No Mercy
Danke für den Tipp.
Ich werde "versuchen" mich zukünftig zu bemühen, meine Posts nicht mit den
von mir bereits gelesenen Links zu überfrachten - kein Problem :wink:
(...)wobei der Link (dem die letzten 2 Zitate entnommen wurden) nicht ganz neutral zu sein scheint(...)
Die Meisten(?) von mir zitierten Links mögen wohl "eher weniger" neutral gehalten sein.
Dieser Aussage kann und will ich auch weder widersprechen, noch direkt zustimmen.

Meine Absicht dahinter ist auch, dass sich der interessierte Leser über dieses Thema,
mit / aus den bekannten und im Unterricht und in den Medien verbreiteten Ansichten,
letztendlich seine ganz persönliche Meinung darüber bilden kann ...und sogar soll-te.

So gesehen, kann es wohl kein Fehler sein, sich "auch einmal" mit rein subjektive
Informationen - über die andere Seite der Medallie - auseinander zu setzen 8)



P.S. Falls noch jemand zusätzlichen Lesestoff (so lange es die HP noch gibt) sucht,
einfach auf die Hauptseite hier klicken=> http://karl-heinz.heubaum.bei.t-online.de/ :idea:

4 english speaking ppl only: The Unknown History of the 1939 German-Polish Conflict:
http://www.wintersonnenwende.com/script ... opsis.html
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Beitrag von WolfVox (GER) »

Pawelka: Preußische Treuhand reicht im Herbst Klage ein
http://portale.web.de/Schlagzeilen/Pole ... id=5232330
Leverkusen (dpa)
- Die Vertriebenenorganisation Preußische Treuhand will noch im Herbst ihre Klagen auf Rückgabe ehemals deutschen Eigentums in Polen einreichen.
«Wir werden zweigleisig fahren», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Organisation, Rudi Pawelka, am Dienstag in einem dpa-Gespräch.

Weil Klagen in Polen aller Voraussicht nach keinen Erfolg hätten, wolle man gleichzeitig den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anrufen.
Auch ein Gang zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg werde geprüft, da Polen nach Ansicht der Vertriebenen gegen EU-Recht verstoße.

Eine Entschädigung der Vertriebenen durch die Bundesregierung lehnte Pawelka ab. «Das würde so wirken, als wären die Vertriebenen geldgierig.»
Außerdem bedeute eine solche Regelung «die Aufgabe eines Teils des Heimatrechtes». Heimatrecht und Eigentum gehörten aber zusammen.
Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, hatte am Montag vorgeschlagen,
der deutsche Staat solle offene Entschädigungsansprüche mit den Betroffenen klären.

Befürchtungen, Polen müssten wegen der Ansprüche der Vertriebenen ihre Häuser verlassen, nannte Pawelka abwegig.
«Die offenen Fragen sollen einvernehmlich gelöst werden. Nicht so, dass die Polen überrollt werden», sagte der Vertriebenen-Funktionär,
der auch Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien ist.
In Schlesien gebe es viele verfallene Höfe, die Vertriebene wieder aufbauen wollten.
«Aber das erlaubt ihnen der polnische Staat nicht.»

Außerdem gebe es «gar nicht mehr viele, die Ansprüche erheben könnten».

Warschau müsse auf die Vertriebenen zugehen, verlangte Pawelka. Der polnische Staat solle sich für die Vertreibungen entschuldigen.
«Wir wollen ein Signal setzen, dass ein Staat, der ein solches Völkerrechtsverbrechen begeht, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.»


© dpa - Meldung vom 03.08.2004 13:52 Uhr
Vertriebene wollen gegen Polen klagen
http://portale.web.de/Schlagzeilen/Pole ... id=5232326
Berlin (dpa) - Der Streit um Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener an Polen droht sich weiter zu verschärfen.
Die Vertriebenen-Organisation Preußische Treuhand kündigte an, sie wolle die ersten Klagen auf Rückgabe ehemals deutschen Eigentums in Polen noch dieses Jahr einreichen.

Man wolle parallel vor polnischen und europäischen Gerichten Klage führen, sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende der Organisation, Rudi Pawelka, der «Berliner Zeitung» (Dienstag). «Normalerweise muss man zunächst den Instanzenweg in einem Land durchlaufen», erklärte Pawelka, der auch Vorsitzender der Schlesischen Landsmannschaft ist.
Aber es gebe inzwischen deutliche Aussagen, dass polnische Gerichte alle Ansprüche abweisen werden.
Deshalb gehe man gleichzeitig vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, damit keine Zeit verloren werde.
«Dann werden wir ja sehen, mit welchen Mitteln die Politik auf die Unabhängigkeit der Gerichte einwirken wird», sagte Pawelka in Richtung der Regierung.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte am Sonntag bei den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Warschauer Aufstandes erklärt:
«Die Bundesregierung wird solchen Ansprüchen entgegen treten und dies auch vor jedem internationalen Gericht deutlich machen.»
Die Regierung sei auch nicht bereit, Vertriebene selbst zu entschädigen, um Forderungen an Polen abzuwenden,
sagte am Montag Vize- Regierungssprecher Thomas Steg und reagierte damit auf einen Vorstoß des Bundes der Vertriebenen (BdV).

Auch die SPD-Fraktion wies die Forderung nach einem Entschädigungsgesetz zurück.
«Das steht überhaupt nicht zur Debatte», sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Angelica Schwall-Düren der «Berliner Zeitung» (Dienstag).
«Es hat schon einen milliardenschweren Lastenausgleich für die Vertriebenen gegeben.»


© dpa - Meldung vom 03.08.2004 14:24 Uhr
Lastenausgleich: Bisher 74,6 Milliarden Euro gezahlt
http://portale.web.de/Schlagzeilen/Pole ... id=5232551
=> Wobei ich mir bei den "Lastenausgleichszahlungen" die Frage stelle,
warum diese eigentlich vom deutschen Steuerzahler und nicht von jenen (Neu-EU-)Länder,
von dem über 12(!) Millionen Deutsche NACH Ende des WKII gewaltsam vertrieben
und ca. 1/4 dabei zu Tode kamen und es (bis dato) noch nicht einmal eine Entschuldigung dafür gibt ?

=> Frage: Was kann ein Volk / Zivlisten - auch heute noch - für (s)ein damaliges Unrechtsregime oder den Krieg ?
War es Jahrzehnte-lang einzig der Kommunismus, der solch einen Hass über 60 Jahre in den Köpfe wach gehalten hat ?



Ob seine Heimat und gewaltsame Vertreibung daraus, mit Geld "ausgeglichen" werden kann,
und was das "freie" Wohn- und Arbeits-RECHT innerhalb der EU zählt, werden die zuständigen Gerichte sicher noch klären.

Wenn jedoch die eigene Regierung, dies von Anfang an - und mit allen Mitteln - bereits verhindern will,
dann ist m.M. nach daran nur zu erkennen, dass in jenem Land die Regierung sich nicht FÜR die Rechte,
sondern einzig GEGEN die des eigenen Volkes einsetzt :shock:




Siehe dazu: Die Tschechen und ihre Benesch-Dekrete: http://333200000069-28.bei.t-online.de/21wh-sto.htm
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Beitrag von WolfVox (GER) »

Kehren wir (wieder einmal) zurück zum eigentlichen Thread-Thema: "Verbrechen der Wehrmacht! Ansichtssache????"


Frage: Auch er ... ein Kriegsverbrecher ?

Bild


Die (erstaunliche!) Antwort, wer hier zu sehen ist und viele, auch Hintergrund-Informationen,
über die (Anti-)Wehrmachtsausstellung, gibt es hier =>http://www.d-direkt-deutschland.de/kriegsv.htm
(...)Es scheint so, daß die Wehrmacht, ja sogar eine ganze Kriegsgeneration, zum Synonym für Verbrechen gemacht werden soll.
Doch dieses Thema ist größer und komplexer, als es zum Gegenstand einseitiger Propaganda werden zu lassen.
Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen gibt es auch heute. Hinter den Schlagworten „Kampf gegen den Terror“ und
„Kolateralschäden“ wird in diesen Tagen oft stillschweigend hingenommen, was mit moralisierender Attitüde den Großvätern vorgeworfen wird(...)
(...)Die Ausstellung ist so angelegt, daß der unbefangene Betrachter zu der Auf­fassung gelangen muß,
die Wehrmacht sei eine von verbrecherischen Ab­sichten geleitete Streitkraft gewesen.
Den Nachkriegsgenerationen und der Jugend, die in großer Zahl durch die Ausstellung geschleust wird, soll vermit­telt werden,
daß die heute alt und nicht mehr widerstandsfähige Kriegsgene­ration als Beteiligte an Verbrechen keine Achtung verdienen.
Dieses perfide politische Ziel steht in dem größeren Zusammenhang der Verunglimpfung des deutschen Geschichtsbildes
als Mittel zur Zerstörung des Identitätsbewußt­seins des deutschen Volkes
Diesen beiden Zitaten ist - zumindest meinerseits - nichts mehr hinzuzufügen.
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